Pegelstand Kaub
Wasserstand der letzten 31 Tage:
http://www.bafg.de/php/KAUBRHEINW.htm
Gewässerinformationen
Rhein und Mosel bei Koblenz:
Mondphasenkalender
http://www.avgoe.de/Himmel/java/Mondkal.html
Fahrwasserkarte - Rhein
http://wsvmapserv.wsv.bund.de/ol_ienc/index.html
Der Rhein
Der Rhein entspringt im St. Gotthard-Massiv in 2.928 m und die Aare in 4.274 m Höhe über dem Meer. Bis zur Mündung in die Nordsee ist er 1.249 km lang, von denen 884 km zwischen Rheinfelden bei Basel und der Nordsee schiffbar sind.
Der Rhein wird unterteilt in den Alpenrhein bis zum Bodensee, den Hochrhein bis Basel, den Oberrhein bis Bingen, den Mittelrhein bis Köln, den Niederrhein bis Lobith und den Bovenryn bis zum Mündungsdelta Hoek van Holland.
Das Rheineinzugsgebiet erstreckt sich auf 9 Staaten (Italien, Österreich, Lichtenstein, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Niederlande).
Der Rhein ist zwischen Basel und Breisach ausgebaut (Rheinseitenkanal), zwischen Breisach und Offenburg sind die sog. Schlingen angelegt, bei Gambsheim und Iffezheim wurden Staustufen errichtet.
Hydrologie
Die hydrologischen Verhältnisse sind außergewöhnlich günstig. Mit einer mittleren jährlichen Niederschlagshöhe von 900 mm zählt das Rheingebiet zu den niederschlagsreichsten Flussgebieten Europas. Obwohl das Einzugsgebiet bis Basel noch nicht ein Viertel des Gesamtgebietes umfasst, führt der Rhein bei Basel im Jahresdurchschnitt knapp die Hälfte des Gesamtabflusses. Die Wasserführung ist im jahreszeitlichen Verlauf sehr ausgeglichen. Die mittleren Niedrig- und Hochwasserabflüsse schwanken z.B. am Pegel Andernach nur um den Faktor 10, während z.B. die Mosel bei Cochem eine Schwankungsbreite mit dem Faktor 35 hat.
Dies hat folgende Ursachen: Im Winter ist zwar der Wasserabfluss aus den Alpen durch die Speicherung der Niederschläge als Schnee gering, doch wird dies durch hohe Abflüsse aus den Mittelgebirgen ausgeglichen. Anders ist es im Sommer. Dann herrscht in den Mittelgebirgsflüssen Niedrigwasser, aber die nur langsam schmelzenden Schneemassen der Alpen sorgen bis in den Hochsommer hinein für beachtliche Abflüsse. Die zahlreichen Alpenrandseen tragen zu diesem Ausgleich bei, indem sie mit ihrem großen Speichervermögen die hohen sommerlichen Zuflüsse nur langsam wieder abgeben. Darüber hinaus dämpfen sie die großen Abflussschwankungen der Hochgebirgszuflüsse. Die Bodenseefläche mit 542 km² und weitere 15 größere Seen mit 677 km² tragen hierzu bei einer Erhöhung des Wasserstandes von 1 cm mit 5,42 Mio. m³ bzw 6,77 Mio. m³ bei.
Durch den Bau der künstlichen Speicherseen besonders nach 1950 im Hochgebirge (ca. 1.900 Mio. m³) und durch die 1. und 2. Juragewässerkorrektion in der Schweiz sind die jahreszeitlichen Abflussschwankungen weiter vermindert worden.
Die Mosel
Der Name "Mosel" entstand aus dem lateinischen Wort "Mosella", ursprünglich keltisch "Mosea"; er bedeutet "der kleinere Fluss östlich der Maas".
Die Mosel entspringt am Col de Bussang in den Vogesen 735 m über dem Meer. Sie ist der größte Nebenfluss des Rheins, in den sie nach einem Lauf von 544 km bei Koblenz (NN + 59 m) mündet. Von ihrer Quelle bis zum Grenzort Apach, auf einer Strecke von 302 km, fließt sie durch Frankreich. Dann bildet sie auf 36 km die gemeinschaftliche Grenze zwischen Luxemburg und Deutschland (Kondominium). Unterhalb der Mündung der Sauer fließt sie bis Koblenz über 206 km auf deutschem Staatsgebiet. Die größten Nebenflüsse Saar und Sauer münden bei Konz oberhalb Trier in die Mosel. Unterhalb von Trier hat die Mosel nur noch kleinere Zuflüsse.
Ihr Einzugsgebiet umfasst bis zur Mündung 28.152 km², 6.616 km² liegen in Rheinland - Pfalz.
Die Wasserführung der Mosel schwankt in weiten Grenzen. Starke Regenfälle in Verbindung mit der Schneeschmelze führen oft zu einem plötzlichen Anschwellen des Flusses. Hochwasser treten vor allem im Winter und Frühjahr auf, ausgedehnte Trockenperioden im Sommer und Herbst.
Die Wasserführung der Mosel schwankt, bedingt durch die Mittelgebirgslage stark. Extreme Hochwasser können eine 200 mal höhere Wasserführung als die im Sommer auftretenden Niedrigwasserstände haben. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Fließgeschwindigkeiten:
Die Fließgeschwindigkeiten der Mosel betragen bei verschiedenen Abflüssen in m/s rund:
|
Pegel |
bei NQ |
bei MQ |
bei HSW |
|
Trier |
- |
0,65 |
1,5 |
|
Cochem |
0,1 |
0,75 |
1,7 |
Das mittlere Sohlengefälle zwischen Trier und Koblenz beträgt über weite Strecken 1 : 3000, örtlich schwankt es aber stark. Die Geschiebeführung auf der deutschen Moselstrecke ist gering. Die Sohle besteht aus Kies und Geröll sowie streckenweise aus Fels (Grauwacke, Grauwackeschiefer, Buntsandstein sowie oberhalb von Trier Dolomit).
Die Mosel ist seit 1967 Schifffahrtsstraße mit 12 Schleusen zwischen Koblenz und der deutsch-französischen Grenze.
Die Lahn
Die Lahn entspringt auf dem Ederkopf im Rothaargebirge 628 m über dem Meer und erreicht nach einem Lauf von 242 km Länge bei Lahnstein (NN + 61 m) den Rhein. Sie fließt in einem krümmungsreichen Verlauf von Nordosten nach Südwesten durch das Rheinische Schiefergebirge. Die Sommer- und Herbstmonate sind durch lang anhaltende Niedrigwasserstände gekennzeichnet. Hochwasser treten hauptsächlich im Frühjahr auf. Sie wachsen schnell an und laufen meist durch die zeitlich nachlaufende Welle von der Oberlahn verzögert ab.
Das Einzugsgebiet der Lahn beträgt rund 6.000 km², davon in Rheinland-Pfalz 960 km² (~ 15 %).
Die Lahn ist auf 68 km durch 12 Schleusen staugeregelt. Schifffahrt findet nur noch in Form von Freizeitschifffahrt statt.
Der Laacher See
Der Laacher See, im Kreis Ahrweiler gelegen, ist mit rund 3,3 km² der größte See in Rheinland-Pfalz. Er befindet sich in der Eifel in der Nähe der Städte Koblenz und Mayen nördlich von
Mendig (Autobahnausfahrt der A 61). Das Wort Laach, verwandt mit unserem heutigen Wort Lache, bedeutet See. Der Laacher See ist also so etwas wie der See vom See.
Der Laacher See gilt als das größte Eifelmaar, auch wenn er nicht die typische kreisrunde Form der meisten Maare besitzt. Er hat sich aber wie diese aus einem Explosionskrater eines Vulkans gebildet
und wurde überwiegend durch Grundwasser gefüllt. Aufsteigende Gasblasen in der Uferzone des Sees zeigen auch heute noch die vulkanische Aktivität der Region (Vulkanpark). Der letzte Ausbruch dieses
Vulkans, dessen Spuren übrigens noch nicht von der Erosion verwischt worden sind, liegt je nach Autor zwischen 11.200 und 12.900 Jahren zurück. Bei der Explosion wurden riesige Mengen Bimsstein
ausgeschleudert, der die Gegend bis ins Rheintal bis zu 7 m dick bedeckte. Die Ablagerungen der Explosion sind noch bis nach Schweden als schmaler Bims-Horizont in quartären Sedimenten zu finden und
dienen Geowissenschaftlern zur Datierung.
Das Ausmaß der Explosion wird fünfzigmal größer eingeschätzt als der große Ausbruch des Mount St. Helens.
In unmittelbarer Nähe verstopfte das Auswurfmaterial die Talenge des Rheins bei Andernach. Der aufgestaute See erstreckte sich über das Neuwieder Becken bis Koblenz.
Der ovale See ist vollständig von einem durchschnittlich 125 m hohen Wall umgeben und weist eine Tiefe bis zu 53 m auf. Er wird hauptsächlich von Grundwasser gespeist und besitzt keinen natürlichen
Abfluss. Die sich heute in 275 m ü. NN befindliche Wasseroberfläche schwankte früher bis zu 15 m, was Landwirtschaft schwierig machte. Im Mittelalter wurde 1164 der 880 m lange Fulbert-Stollen
Richtung Süden als Überlauf gebaut. 1840 - 1842 baute die Familie Delius (damalige Eigentümer vom säkularisierten Klostergut und See) einen ca. 10 m tiefer liegenden parallelen Stollen zum Absenken
des Wasserspiegels auf das heutige Niveau, um Land- bzw. Weideflächen zu gewinnen.
Der See und seine Umgebung wurden am 26. Juni 1935 zum Naturschutzgebiet Laacher See erklärt - wegen der geologischen und morphologischen Beschaffenheit (einzigartiges Beispiel für postglazialen
Vulkanismus in der Eifel), aus naturgeschichtlichen Gründen, als Lebensraum seltener in ihrem Bestande bedrohter wildwachsender Pflanzen und seltener in ihrem Bestande bedrohter, insbesondere
feuchtland- und wassergebundener Vogelarten aus wissenschaftlichen Gründen und wegen seiner besonderen landschaftlichen Schönheit und Eigenart.
Der Laacher See gehört zu den Besitztümern der nahe gelegenenen Benediktinerabtei Maria Laach, ebenso wie die umliegenden Ländereien, ein Fischereibetrieb und das Seehotel Maria Laach. Er wird als
Naherholungsgebiet zum Schwimmen, Segeln, Wandern und Campen genutzt. Der Segel-Club „Laacher See“ Mayen (SCLM) und der Surf-Club Laacher See e. V. haben sich den See selbst, die Laufgemeinschaft
Laacher See dessen Ufer und nähere Umgebung als Revier auserkoren. Am See liegen auch der Campingplatz Laacher See und der Minigolfplatz Laacher See. Unweit befindet sich auch das Naturkundemuseum
„St. Winfried“ Maria Laach; einen Besuch wert ist auch das ganz in der Nähe gelegene Deutsche Vulkanmuseum in Mendig und der Vulkanpark mit mehr als 20 Sehenswürdigkeiten.
Das Meerfelder Maar
Mit einem Durchmesser von 1500×1200 und einer Trichtertiefe von fast 200 Metern ist das Meerfelder Maar bei Meerfeld der größte Maarkessel der Eifel (Wassertiefe 17m, ca. 29.000 Jahre alt); der Wall des Maares schüttet sich 200 Meter über dem Maarboden auf; der 24 Hektar große Maarsee entspricht nicht seiner ursprünglichen Größe.
Zwischen 1877 und 1880 hatte man den Wasserspiegel gesenkt um zusätzliche landwirtschaftliche Nutzfläche zu gewinnen.
Um die schön entwickelte Schilfzone zu erhalten, hat man vor einigen Jahren das Maar wieder etwas aufgestaut; das gesamte Maar ist heute Naturschutzgebiet.
Wir unterscheiden zwei Typen der vulkanischen Erscheinungsformen in der Vulkaneifel: Krater und Maar!
Der Krater eines Vulkans liegt immer höher als die ursprüngliche Geländeoberfläche. Füllt sich der Krater mit Regenwasser, entsteht ein Kratersee (z.B. Windsborn-Kratersee bei Bettenfeld).Im
Gegensatz zum Krater liegt der Boden eines Maares immer tiefer als die ursprüngliche Geländeoberfläche. Füllt sich das Maar mit Regen- oder Grundwasser entsteht ein Maarsee (z.B. Meerfelder Maar).
Neueste Forschungen datieren die Entstehung der Maare in die Zeit vor 10.000 bis ca. 40.000 Jahre zurück. Nur acht der 65 Maare sind heute mit Wasser gefüllt.
Das Meerfelder Maar ist ein gewaltiger Zeitzeuge vulkanischer Tätigkeit, es enthält nur noch in seinem Nordteil einen kleinen Restsee von etwas 17 m Tiefe. Das ehemals wesentlich tiefere Becken ist durch die oberhalb des Dorfes zusammenlaufenden Quellbäche des Meerbachs allmählich zugefüllt worden. Zur Gewinnung von Acker- und Wiesenland ist der Seespiegel im vorigen Jahrhundert durch einen Stollen noch weiter abgesengt worden. Trotzdem ist das Meerfelder Maar das größte Eifelmaar. Denn man muss hierbei den gesamten Hohlraum berücksichtigen, d.h. den Kessel von Randhöhe zu Randhöhe messen. Dann ergibt sich eine Ausdehnung von rund 1500 zu 1200 m.
Die Auswurfmassen des Meerfelder Maares unterscheiden sich von denen des Mosenbergs vor allem durch einen sehr charakteristischen Auswürfling, einen prachtvoll grün
gefärbten Olivinfels. Außerdem führen sie verhältnismäßig reichlich Bruchstücke von Buntsandstein, die zeigen, dass beim Ausbruch die Buntsandsteindecke noch weiter nach Osten reichte als
heute.
Verfolgt man die verschiedenen Tuffe im Gelände, so ergibt sich, dass die Auswurfmassen des Meerfelder Maares auch die jüngsten Mosenberg-Tuffe überlagern. Das Maar ist also die jüngste vulkanische
Bildung.
Es wurde schon erwähnt, dass im Hinkelsmaar und im Windsborn Torfe auftreten. Torf enthält in seinen verschiedenen Schichten den Blütenstaub (Pollen) aller Pflanzen, die zur Zeit seiner Bildung in der Umgebung gelebt haben. Aus den daraus festgestellten Pflanzenfolgen kann man die Klimageschichte während der Torfbildung ableiten. Nun ist in das Moor im Hinkelsmaar Tuffsand eingeweht worden, der beim Ausbruch des Meerfelder Maares in die Luft geblasen worden war. Mit atomphysikalischen Methoden lassen sich diese Klimageschichtlichen Daten in unsere Zeitrechnung einordnen. Danach kann das Alter des Ausbruchs berechnet werden. Er erfolgte vor ca. 11.500 Jahren.
Das Pulvermaar
Das Pulvermaar bei Gillenfeld ist Teil des Westeifler Vulkanfeldes.
Mit etwa 37,7ha Wasserfläche ist es das größte Maar der Vulkaneifel und mit maximal 72m Tiefe, der tiefste natürliche See Deutschlands neben den Voralpenseen und dem Bodensee.
Der weitgehend konstante Wasserspiegel präsentiert sich ruhig und kristallklar auf 411m ü.NN. in Mitten eines gut 1000m weiten Kraterkessels.
Das Pulvermaar gehört zu den jüngsten Maaren der Eifel. Seine Entstehung datiert in den Bereich der letzten Kaltzeit vor 15000 bis 20000 Jahren.
Ein lückenlos erhaltener Tuffwall mit eine Stärke von bis zu 40 Metern umgibt das Pulvermaar. Dieser Maar-Rand wird von einem lichten Buchenwald mit alten Baumbeständen besiedelt.
Vorbei an Campingplatz, idyllischen Wiesen für Veranstaltungen und dem Naturbad-Pulvermaar mit ständigem Blick auf den grün eingefassten, im Mittel 651m durchmessenden Maarsee, zieht sich ein
Wanderweg von 2300m Länge durch den Buchenhain.
Das Pulvermaar bildet zusammen mit Römerberg und dem Strohner Maar (liebevoll Strohner-Märchen) ein Vulkansystem, welches eine tektonische Schwächezone im Untergrund anzeigt.
Gemeinsam bilden sie das Naturschutzgebiet-Pulvermaar als Teil des europäischen Schutzgebietsystems NATURA2000.
Das Ulmenermaar
Die Maare der Eifel entstanden in einem Zeitraum von 600.000 bis 10.000 Jahren unserer Zeitrechnung, wobei das Ulmener Maar das Jüngste ist. Entgegen den bisherigen Annahmen sind die Vulkane keineswegs erloschen. Kürzlich vorgenommene Forschungen haben ergeben, dass die Erde noch durchaus tätig ist, was zum Beispiel der Brubbel in Wallenborn oder austretende Gase am Laacher See beweisen. Heimische Taucher berichten, dass auch im Ulmener Maar diese Gase in 4-5 Metern Tiefe zu sehen sind. Anfangs glaubte man, wegen der ein oder anderen Stelle, die Schwimmer frequentierten, die Wärme nehme in Richtung Grund zu, doch das Gegenteil ist der Fall. Ohne Neoporen-Anzug ist es Tauchern unmöglich tiefer als drei Meter zu „gehen“.
Bei einer Tiefe von 37 m würde der Kirchturm der Pfarrgemeinde genau im Maar versinken. Die Form des Sees ist eher elliptisch denn rund, aber am gegenüberliegenden Wald kann man deutlich den „Kraterkessel“ erkennen. Vor ein paar Jahren hat der Eifelverein einen Lehrpfad durch diesen Wald angelegt, wo auf Tafeln die einzelnen Pflanzen und Bäume bzw. das ökologische Gleichgewicht von Wald und Wasser anschaulich erklärt werden. Viele Rundwege laden zum Spazieren ein und der hohe Totholzanteil verleiht diesem Wald einen urigen Charakter. Während zudem bei den meisten Maaren der Tuffwall abgetragen bzw. verschwunden ist, findet man ihn in Ulmen in der Cochemer Straße unter dem Friedhof – ein sehr schönes Beispiel für Ablagerungen devonischen Gesteins. Übrigens werden die Maare oft fälschlich „Kraterseen“ genannt. Dabei hat sich das Grundwasser eines Kratersees auf dem Vulkankegel gesammelt, bei einem Maar ist dieser Kegel abgetragen und das Wasser sammelt sich in der Senke. Hätten Sie’s gewusst?
Das Ulmener Maar hat eine weitere Besonderheit: Es ist das einzige Gewässer ohne natürlichen Zu- und Ablauf. Die beiden mittlerweile vorhandenen Zuläufe sind im 19. Jahrhundert künstlich gegraben worden. Einzigartig ist sicherlich auch die Burgruine, deren Mauern einst bis ans Ufer langten. Bei dem Wasser handelt es sich um Trinkwasser, das im Umkreis bis zu 70 Ortschaften versorgt. Die Wasserqualität ist eine der besten in Deutschland!
Der vulkanische Ursprung des Ulmener Maares ist bekannt, weniger der des Jungferweihers, der durch die Autobahn vom Maar getrennt wird. Erst vor wenigen Jahren haben geologische Bohrungen die Existenz eines zweiten Vulkans bestätigt und das Alter bestimmt. Der Vulkan des Jungferweihers ist 118.000 Jahre alt und wesentlich großflächiger als das Maar, denn seine Tuffablagerungen konnte man bis zum Höchstberg nachweisen. Man spricht hier von einem verlandeten Maar, das vor Jahrhunderten austrocknete und von dem nur sumpfige Wiesen übrig blieben. Bis 1942 handelte es sich bei dem Gelände um Kuhweiden, wovon noch viele Fotografien zeugen.
Heute ist der Weiher ein Paradies für Ornithologen und Angler, denn im Vogelschutzgebiet am nördlichen Rand konnte man vom häufig vertretenen Grau- und Silberreiher über Stockenten und Haubentaucher auch Wildgänse, Pelikane und einen Schwarm Flamingos beobachten, während die Petri-Jünger ihrem Hobby frönen und schon den ein oder anderen riesigen Hecht an Land ziehen konnten. Auch im Maar ist das Angeln erlaubt. Haben Sie sich schon einmal überlegt einen Angelurlaub zu machen? Die Ruhe, der Frieden und die schöne Natur ziehen unsere Gäste seit über dreißig Jahren an.
Die Ahr
Die Ahr als Hauptfluss bildet mit ihren Nebenbächen das zentrale Gewässersystem der sogenannten Ahr-Eifel, einer Untereinheit der Osteifel. Sie entspringt ca. 520 m über dem Meeresspiegel am Fuße der Blankenheimer Burg im benachbarten Bundesland Nordrhein-Westfalen und mündet nach 86 km Lauflänge bei Remagen-Kripp in den Rhein.
Von diesen 86 km Lauflänge befinden sich rund 68 km innerhalb des Landes Rheinland-Pfalz. In diesem Bereich hat die Ahr ein Sohlgefälle von ca. 0,4 %, während das Gefälle im Oberlauf zwischen 0,4 % und 0,8 % liegt.
Die Ahr entwässert ein Niederschlagseinzugsgebiet von rund 900 km²; ca. 76 % davon (ca. 680 km²) gehören zur Landesfläche von Rheinland-Pfalz.
Ihre bedeutendsten Nebenflüsse sind linksseitig Armuthsbach und Sahrbach, rechtsseitig Ahbach, Trierbach, Adenauer Bach und Staffeler Bach.
Die mittlere jährliche Niederschlagshöhe im Ahr-Einzugsgebiet beträgt 675 mm. Damit gehört das Ahr-Einzugsgebiet zu den niederschlagsärmeren Flussgebieten in Rheinland-Pfalz. Eine Ausnahme bildet der Teil des Einzugsgebietes, welcher zur sogenannten Hohen Eifel gehört und das Hochwasserentstehungsgebiet der Ahr darstellt. Die Wasserführung im jahreszeitlichen Verlauf ist als eher unausgeglichen zu bezeichnen:
Der mittlere Abfluss am Pegel Altenahr beträgt 6,63 m³/s, das entspricht einer mittleren Abflussspende von 8,89 l/s km². Aufgrund des hohen Waldanteils im Flussgebiet liegt die mittlere langjährige Verdunstung deutlich über dem Durchschnitt.
Die Kyll
Die Kyll (Gewässer II. Ordnung) ist der größte Nebenfluß der
Mosel, dessen Einzugsgebiet insgesamt in Deutschland liegt. Der Name Kyll geht offenbar auf das keltische Wort Gilum (für „Bach“) zurück. Im Mittelalter entwickelte sich der Name zu „Kila“ weiter.
Der römische Geschichtsschreiber Ausonis (* 310 in Bordeaux, † nach 393 in Bordeaux ebenda) berichtete über die Kyll mit der Bezeichnung „Celbis“.
Ihre Quelle liegt östlich Losheimergraben im Landkreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen auf einer Höhe von 658 m.ü.N.N. Nach einer Fließstrecke von 127,1 Km mündet sie bei Trier-Ehrang auf 121
m.ü.N.N. in die Mosel (Mosel-Km 183,7). Dies entspricht einem mittleren Gefälle von 4 ‰. Das Einzugesgebiet beträgt rd. 842 km².
Im Oberlauf der Kyll bis etwas Jünkerath verläuft sie in wenig speicherfähigen Devonischem Schiefergebirge. Daher weist die Kyll in diesem Bereich eine stark schwankende Wasserführung auf.
Da die Kyll anschließend durch besser wasserspeichernde Grundwasserland-schaften fließt (z.B. Bundsandstein) gleicht sich das Abflussverhalten am Pegel Kordel (8 Km oberhalb der Mündung, 819 km² Einzugsgebiet) leicht aus.
Die Wied
Die Wied bildet zusammen mit ihren Nebenbächen das Hauptgewässersystem des Westerwaldes. Sie entspringt ca. 454 m über dem Meeresspiegel nahe der Ortschaft Dreifelden und fließt durch den
Dreifelder Weiher zunächst in nordwestliche Richtung. Nach der Einmündung des Ingelbaches ändert sie ihre Fließrichtung in Richtung Südosten und fließt nach einer zweiten Kehrwende auf der Höhe von
Neustadt / Wied von Norden in relativ gerader Richtung nach Süden, bis sie in Neuwied in den Rhein mündet. Die Lauflänge der Wied von der Quelle bis zur Mündung beträgt ca. 102 km.
Das Einzugsgebiet der Wied befindet sich zu über 99 % innerhalb Rheinland-Pfalz und umfasst dort eine Fläche von ca. 767 km².
Das Sohlgefälle beträgt im Oberlauf bis zum Pegel Seelbach 0,8 %, im Mittellauf bis zum Pegel Friedrichsthal erfährt es nur eine geringfügige Änderung.
Die bedeutendsten Nebenflüsse sind linksseitig Holzbach und Aubach, rechtsseitig Mehrbach und Pfaffenbach.
Die Sieg
Die Sieg durchfließt Rheinland-Pfalz in der nördlichen Landesspitze und entwässert nur einen recht kleinen Teil der Landesfläche. Sie entspringt in einem südlichen Ausläufer des Rothaarkammes, ihr Einzugsgebiet erstreckt sich im Osten des rechtsrheinischen Schiefergebirges. Die Sieg tritt bei Mudersbach in rheinland-pfälzisches Territorium ein und verlässt es einige Kilometer nordwestlich von Hamm wieder, um bei Bonn / St. Augustin in den Rhein zu münden.
Die Lauflänge der Sieg von der Quelle bis zur Mündung beträgt ca. 152,1km.
Das Sieg-Einzugsgebiet befindet sich nur zu ca. 22 % innerhalb Rheinland-Pfalz (ca. 624 km²). Dieser Teil zeichnet sich durch eine hohe mittlere Geländehöhe und einen großen Waldanteil aus. Die übrige Einzugsgebietsfläche, dem Ober- und Unterlauf der Sieg zugeordnet, gehört zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.
Das Sohlgefälle der rheinland-pfälzischen Sieg bis zum Pegel Betzdorf beträgt 1 %.
Die bedeutendsten Nebenflüsse sind linksseitig Heller, Elbach und Nister, rechtsseitig Weibe (Alsdorfer Bach) und Wisserbach.
Die mittlere jährliche Niederschlagshöhe im rheinland-pfälzischen Teil des Einzugsgebietes beträgt 1078 mm. Damit gehört diese Region zu den niederschlagsreichsten Gegenden in Rheinland-Pfalz überhaupt.
Der mittlere Abfluss am Pegel Betzdorf beträgt 15,1 m³/s, das entspricht einer mittleren Abflussspende von 20,0 l/s km². Aufgrund des hohen Waldanteils und der hohen mittleren Niederschläge ist die mittlere Verdunstung überdurchschnittlich hoch. Sie ist gleichzeitig jedoch räumlich stark variabel.
Die Sayn
Die Sayn (häufig auch Saynbach genannt) ist ein kleiner Fluss von knapp 43 km Länge im Süden des Westerwaldes, der bei Himburg im Oberwesterwald entspringt und in Bendorf (zwischen den Städten Koblenz und Neuwied) in den Rhein mündet.
Das Gewässer verläuft zur Gänze im Bundesland Rheinland-Pfalz, sein Quellgebiet liegt zwischen den Ortschaften Wölferlingen, Bellingen, Langenhahn und Himburg auf etwa 450 m ü. NN. Fälschlicherweise wird häufig der Wölferlinger Weiher als Quelle angegeben, dieser wird jedoch nur vom Saynbach durchflossen. Der Unterlauf des Flusses bildet genähert die Südgrenze des Naturparks Rhein-Westerwald und berührt auch das Naturschutzgebiet Hüttenweiher. In diesem Bereich des Sayntales liegen mehrere Teiche, die bereits um die Jahrhundertwende von der Preußischen Regierung unter Landschaftsschutz gestellt wurden.
Angelsportverein Bad Salzig 1975 e.V.